Vier Headliner

Every Time I Die, Cancer Bats, Set Your Goals und Make Do And Mend in Köln
Underground // 01.05.2012

Die erste Show der Tour versprach genüssliche Unterhaltung mit einem Line-Up der besonderen Art: Every Time I Die, Cancer Bats Set Your Goals und Make Do And Mend luden zu einer gesunden Runde zappeln ein und trotz sommerlicher Temperaturen draußen, wurde jede einzelne Band ordentlich abgefeiert. Man konnte fast nur an der Reihenfolge der Bands den eigentlichen Headliner des Abends ausmachen, denn auch die Spielzeiten unterschieden sich kaum.

Make Do And Mend, Foto: Kirsten Otto

Make Do And Mend eröffneten pünktlich um 19:00 Uhr den Abend im gemütlichen Underground. Gemütlich ist gut, schon nach wenigen Minuten verwandelte sich das Underground in einen brodelnden Kochtopf Buntes, denn die Amis gaben direkt von Beginn an Vollgas und die Leute ließen sich mitreißen. Die ersten Stage Dive-Versuche versandeten zwar noch, aber der Wille zählt! Die jüngste Band in der Reihe hatte mit „Everything You Ever Loved“ ein neues Album im Gepäck, welches diesen Sommer erscheinen wird. Mit viel Engagement gaben sie sowohl Neues als auch Altes, Reden schwingend mit grollender, rauchiger Stimme zum Besten. Ein gelungener Auftakt für diese, laut Sänger James, „Amazing Magical Fucking Night“.

Es blieb nicht viel Zeit zum Verschnaufen, Set Your Goals enterten nach einer kurzen Umbaupause die Bühne und gleich ging es im Mosh Pit wieder zur Sache: Stage Dives, Circle Pits, alles am Start. Gleich wurde klar, das geht tief! Band und Fans waren eins, es wurde mitgesungen, geklatscht, jeder Song abgefeiert und das soll natürlich auch belohnt werden. So gab es auch hier einen gesunden Mix auf die Ohren (u.a. „The Few That Remain“, „The Fallen…“, „Mutiny“, „Too Be Continued…“, „Certain“ uvm). Rotzig und melodiös ging es durch das kurze Set, den Fans war es natürlich zu wenig und so wurden zu dem frühen Zeitpunkt schon die ersten „Zugabe“-Rufe laut.

Dafür war bei dem straffen Zeitplan leider keine Zeit, aber hey, auch die Cancer Bats hatten einiges zu bieten. Zeit einen etwas härteren Ton anzuschlagen, rau und zähnefletschend kommen Liam Cormier und Co daher. Es begann zwar etwas zaghafter im Publikum, vielleicht auch einfach nur, weil die Leute nach zwei Mal Abriss und Sauna noch ein bisschen verschnaufen mussten. Dieser Zustand hielt aber nicht lange an: Ein, zwei Liedchen mehr und schon bekam man auch hier das Headliner-Feeling zu spüren. Die Kanadier präsentierten unter anderem natürlich feine Stücke vom frisch erschienen Album „Dead Set On Living“, ein Beastie-Boys-Cover („Sabotage“) gab’s auf die Ohren und zum Abschluss-Abriss des Sets „Hail Destroyer“.

Every Time I Die, Foto: Kirsten OttoNach drei Headliner-würdigen Bands wurde es nun endlich Zeit für die eigentlichen Headliner des Abends: Every Time I Die. Die eröffneten auch gleich rasant mit dem neusten ‚Underwater Bimbos From Outer Space‘ das Set. Dann ging es Schlag auf Schlag, denn die sarkastischen Metalcore-Könige hatten einen schönen bunten Mix im Gepäck, inklusive Songs vom neuen Album „Ex-Lives“. Hier etwas „Wanderlust“, dort ein wenig „Apocalypse Now And Then“, eine Prise „Ebolarma“ und zu „We’rewolf“ gab’s die Bühnen-Enterung gratis oben drauf. Keith und Co stapelten dabei sogar noch recht tief: Ein Cirlce Pit sollte es sein, egal ob klein, groß, langsam oder schnell, Hauptsache mehr als eine Person – Och wie bescheiden, da ging doch was, denn das Publikum war an diesem Abend tanzwillig. Mit „Ebolarma“ wurde das kurze 40-minütige Set schließlich beendet. Leider ohne Zugabe, aber bei vier wilden Shows war man da vielleicht nicht ganz so traurig drüber.

Fazit des Abends: Ein gnädiger Sound + vier Bands = vier Headliner = BÄM! Voll auf die Fresse!

_ Hier gibt es alle Fotos zur Show von Kirsten Otto

_ Originalartikel erschienen auf www.getaddicted.org

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