Milk My Cow!?

The Casting Out @ Essigfabrik, Köln // 25.05.10

Support: Captain’s Diary, Cancer, Underwater Affair


Nach einigen Käffern landeten die Jungs von THE CASTING OUT endlich in einer richtigen Stadt – willkommen in Köln.
Mit im Gepäck, wie auch schon bei der ersten Deutschlandtour, ein nagelneues Album. Auch dieses Mal in einer exklusiven Vorab-Version noch ohne Songtexte, damit die kleinen Patzer nicht direkt auffallen.
Doch bevor die sympathischen Fünf die Bühne betraten, musste sich das Publikum erst durch ganze 3 Vorbands kämpfen. Nicht dass ich was gegen Vorbands habe, aber 3 sind doch irgendwie zu viel des Guten, scheint aber momentan „In“ zu sein.


Zunächst hieß es Kontrastprogramm: CAPTAIN’S DIARY aka die 1-Mann-Show mit der Akustikgitarre gab sowohl Songs mit deutschen als auch mit englischen Texten zum Besten.
Sehr viel härtere Töne wurden dann durch die anderen beiden Vorbands CANCER und UNDERWATER AFFAIR angeschlagen. Doch außer Höflichkeitsapplaus fielen die Publikumsreaktionen noch recht verhalten aus.


Die Reserviertheit verflog allerdings ziemlich schnell als THE CASTING OUT endlich die Bühne enterten.
Diese Band hat schon einige Mitgliederwechsel hinter sich, zuletzt verließ Chris Rakus die Band und Adam Reid übernahm den Platz am Bass. Wie auch schon zuvor Neuzugang Jack Fusco passt auch Adam perfekt hinein. Mit einem Dauergrinsen im Gesicht machte es Spaß ihm zuzugucken. Auch stimmlich ist Adam eine gute Unterstützung, vor allem beim neuen Song „The Power & The Glory“.


Sympathisch, spielfreudig und gut gelaunt kamen die Jungs auf der Bühne rüber. Mit jeder Menge Späße auf den Lippen sowie Sticheleien untereinander lockerten Quatschtante Nathan und Co das Set auf, welches trotz neuem Album recht ausgewogen daher kam. Hinweise auf das neue Album gab es auf jeden Fall zu Hauf, wobei unterschwelige Werbung nicht deren Stil ist sonder eher die direkt-in-die-Fresse-Technik: Neues Album – KAUFEN! „Gefällt euch ein Song, ist er garantiert vom neuen Album, also – KAUFEN!“
Da kann man einfach nicht widersprechen und sollte man auch nicht, denn die neuen Songs sind spitze und machen auch live einfach Spaß.
Songs wie „Everybody Down“, „Heaven Knows“ mit brutal gutem Breakdownpart oder auch „Run Like Hell“ (übrigens nicht zu verwechseln mit „Milk My Cow“, diese Lyrics existieren anscheinend nur in meinem Kopf…) ließen das Publikum abgehen. Somit reihen sie sich perfekt zu Songs wie „Lullaby“, „Don’t Forget To Breathe“, „Liar“, „Quixote’s Last Ride“ oder „These Alterations“ ein. Stillstand – fehlanzeige. Nur mit „The Ebbing Of The Tide“ gab es eine kleine Verschnaufspause, doch die hielt auch nicht lange an.
Das textsichere Publikum feierte die alten Songs und sog die neuen dankbar auf. Schonbald werden sicherlich auch die neuen Songs mitgegröhlt, daran glaubt auch Nathan.


Nach ganzen 16 Songs und 2 Zugaben (ohne das ganze wir-gehen-von-der-Bühne-und-ihr-klatscht-uns-zurück Trara) ist dann schluss, denn wie sie dem Publikum klar machen: mehr haben sie noch nicht einstudiert dementsprechend können sie auch nicht mehr spielen und das ist auch ok.
So ging ein verschwitzter, gelungener Abend zu Ende. Die Jungs standen alle noch Rede und Antwort, knufften sich durch die Anwesenden und waren um kein Autogramm oder Foto verlegen. Bis hoffentlich ganz bald, es war mal wieder eine entzückende Freude!


Setlist
01 Dial 9-1…And Wait
02 Lullaby
03 Tell Me
04 Everybody Down!
05 May I Have This Dance
06 Don’t Forget To Breathe
07 …Say it
08 I Feel Fine
09 Liar
10 All The Best
11 Let It Bleed
12 The Ebbing Of The Tide
13 The Power & The Glory
14 Walk Away
15 Heaven Knows
16 Quixote’s Last Ride
————–
17 Run like Hell
18 These Alterations


_ Originalartikel erschienen auf www.bizarre-radio.de

 

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