Eastpak Antidote Tour 2009 – Everybody on the count of three

Eastpak Antidote Tour @ E-Werk, Köln // 13.11.2009

Mit Anti-Flag, Alexisonfire, Four Year Strong, The Ghost Of A Thousand


Freitag der 13. und musiktechnisch lief nichts schief. Nur die Anfahrt sollte von der Redakteurin verbessert werden – falsche Bahn und sowas nennt sich Kölner…(ich arbeite dran). Dank einer zusätzlich schleppend vorwärts gehende Gästeliste fiel besagte Redakteurin direkt vom Eingang in den Fotograben, denn die erste Band des Abends – THE GHOST OF A THOUSAND – fing wirklich überpünktlich an.
Kaum angekommen und schon war man mitten im Geschehen und bereit sich auf einen musikalisch abwechslungsreichen Abend einzulassen, denn die EASTPAK ANTIDOTE TOUR gastierte heute im Kölner E-Werk. Mit im Gepäck die eben schon erwähnten THE GHOST OF A THOUSAND, FOUR YEAR STRONG, ALEXISONFIRE und ANTI-FLAG.


Die sichtlich gut gelaunten Engländer von THE GHOST OF A THOUSAND lieferten eine klasse Show ab. Immer wieder suchte Sänger Tom Lacey den Kontakt mit dem Publikum für ein ausgiebiges Bad in der Menge. Trotz des frühen Slots war das bereits gut gefüllte E-Werk in Feierlaune und das Publikum sang (textsicher oder nicht) fleißig mit. Belohnt wurde dies unter anderem mit Songperlen, wie zum Beispiel „Left For Dead“ von ihrem Debüt „This Is Where The Fight Begins“ (2007).
Musikalisch gesehen hätten THE GHOST OF A THOUSAND auch gern den Slot mit den gleich darauf spielenden FOUR YEAR STRONG tauschen können. Belanglos, mit erheblichen Soundproblemen kämpfend und teilweise arg aus dem Takt, plätscherte das Set so vor sich hin. Den anwesenden Fans schien es egal zu sein, doch überzeugend waren sie nicht.


Dann war es Zeit für den eigentlichen Headliner des Abends: ALEXISONFIRE.
Letztens noch gequetscht in der Suite 23 in Dortmund zusehen, jetzt endlich auf einer größeren Bühne wo sie hingehören! Auch wenn die Clubatmosphäre nicht zu verachten ist, ist das E-Werk ja auch noch recht gemütlich, obwohl es sich bei den Fünfen schnell in eine wogende Pit verwandelte.
Dallas Green zeigte was er stimmlich drauf hat und bewies, dass er nicht nur auf Platte zu überzeugen weiss. Erschreckend waren hier die vielen kleinen kreischenden Mädels. Ja der Herr hat eine unglaubliche Stimme aber bitte, sowas muss doch nicht sein…
Während Dallas ganz im Gitarrenspiel versunken vor Ort am Mikro kleben blieb, fegte Shouter George (übrigens gleich zu Beginn mit nacktem Oberkörper) wie ein Dampfhammer über die Bühne.
Bei „This Could Be Anywhere In The World“ sang sich Chris #2 von ANTI-FLAG schonmal warm und stürmte auf die Bühne, um die Kollegen gesanglich zu unterstützen.
Zu einer energiegeladenen Show mit astreinem Gesang, gepaart mit gewohnt harten Shouts, gesellte sich eine wirklich abwechslungsreiche Setlist. Hier war nicht nur das aktuelle Album „Old Crows / Young Cardinals“ vertreten, sondern auch die vorgänger Alben „Crisis“ (2006), „Watch Out!“ (2004) fanden ihren Platz. Auch ein Song („Waterwings“) des selbstbetitelten Debüts fand seinen Weg auf die Setlist. Viele hätten sicher gern das obligatorische „44. caliber love letter“ gehört, aber bei einer so ausgewogenen Setlist kann man dies wohl verschmerzen.
Den Abschluß fand das Set mit „Happiness By The Kilowatt“, ein gelungenes Stück Gänsehaut und für die überhitzen Fans in der Pit kam dies gerade recht.


Da für den Großteil des Publikums ALEXISONFIRE der eigentliche Headliner des Abends zu sein schien, leerte es sich nach der Show beträchtlich und ein wahrer Publikumswechsel vollzog sich, um die Herren von ANTI-FLAG gebührend zu begrüßen.
Die Politpunker aus Pittsburgh sind immer wieder gut für eine mitreißende Liveshow. Nur die Sprüche sind seit Jahren die Gleichen, so wirken die Shows bei öfteren Besuchen schnell ausgelutscht. Das soll nicht heißen, dass sich die Jungs nicht anstrengen! Im Gegenteil, sie legen sich wirklich jedes Mal aufs Neue mächtig ins Zeug. Mit Megaphon und wilden Kicks und Sprüngen wirbelten sie auch hier wieder über die Bühne. Nur sollten sie vielleicht einfach mal ihr Sprüche-Repertoire erneuern. Eine Neuerung gab es zumindest: 2 Mädels von Greenpeace erhielten kurz das Wort um ihre Aktion „2000 km Klimakonferenz-Lauf“ von Potsdam nach Kopenhagen zu bewerben und zu einer Merkel-Mail Aktion aufzurufen.
Mehr Abwechslung bescherrte dann auch noch der Gastauftritt von Wade von ALEXISONFIRE, die sich für den vorherigen Gastauftritt revanchierten.


Fazit: Ein musikalisch abwechslungsreicher, gelungener Abend ohne Ausfälle. Neben der TASTE OF CHAOS Tour und dem GIVE IT A NAME Festival in deutschen Landen immer wieder willkommen.


Setlist ALEXISONFIRE
01 Drunks, Lovers, Sinners And Saints
02 No Transitory
03 Boiled Frogs
04 Born And Raised
05 We Are The Sound
06 Old Crows
07 Waterwings
08 Rough Hands
09 Young Cardinals
10 This Could Be Anywhere In The World
11 Accept Crime
12 Accidents
13 Happiness By The Kilowatt


Setlist ANTI-FLAG
01 The Press Corpse
02 Sodom, Gomorrah, Washington D.C.
03 Turncoat
04 I’d tell you but
05 War Sucks, Let’s Party!
06 The Economy Is Suffering… Let It Die
07 The Smartest Bomb
08 1 Trillion Dollars
09 Got The Numbers
10 Fuck Police Brutality
11 Should I Stay Or Should I Go (The Clash Cover)
12 This Is The End (For You My Friend)
—————————
13 The Gre(A)t Depression
14 Die For Your Government
15 Cities Burn
16 Power To The Peaceful

_ Alle Fotos zum Abend
_ Originalartikel erschienen auf www.bizarre-radio.de

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