AFI – Crash Love

Universal Music
Vö: 25.09.2009


18 Jahre Bandgeschichte und mit „Crash Love“ das bereits 8. Studioalbum auf dem Tisch – das kann sich sehen lassen.
AFI begann als Punkband mit kurzen dreckigen Songs und landete schließlich mit dem letzten Album „Decemberunderground“ (2006) auf Platz #1 der US-Charts. Diese Erfahrungen lassen einen nicht unberüht und natürlich haben sie einen Einfluss auf die Entwicklung der 4 Kalifornier und ihren Sound.
Dies alles spiegelt sich im aktuellen Album „Crash Love“ wieder.
Das Album ist nicht als Konzeptalbum gedacht und doch passen die Songs thematisch alle gut zusammen. Hier wird sich mit dem Starruhm und den Fans bis hin zur Besessenheit und Enttäuschungen auseinadnergesetzt. Dabei bleiben die Songs textlich sehr geradlinig und verzichten auf die sonst so komplexen Strukturen. Abgerundet wird das Ganze durch eingängige Melodien, treibende Drums, dichte Gitarrenarrangements und natürlich der unverwechselbaren Stimme von Davey Havok der eher oft als selten durch Chöre unterstützt wird.


Wenn man sich endlich damit abgefunden hat, dass sich AFI nicht wieder zu „Sing the Sorrow“ Zeiten zurückentwickeln wird, sondern nach vorne blickt, findet man wirklich gute Songs. Darunter zum Beispiel das treibende „End Transmission“, das 80iger Jahre angehauchte „Okay, I Feel Better Now“ oder auch die 1. Single „Medicate“. Eine energiegeladene Instrumentierung und ein Rhythmus der einen nicht mehr loslässt, lassen einen aufhorchen und mitwippen.
Leider gibt es auch ein paar Songs zum Abgewöhnen, zum Beispiel die sehr sehr poppig geratenen Titel „Too Shy To Scream“ und „Veronica Sawyer Smokes“ oder auch das einfach nur langweilige und belanglose „It Was Mine“. Doch diese bilden dann doch eher die Ausnahme auf einem sonst wirklich starken Album.


Fazit:
Generell folgen AFI ihrem Trend weg vom alten Sound und sind eingängiger geworden. Hörer die den Vorgänger „Decemberunderground“ mochten werden sich freuen und AFI gewinnen sicher den ein oder anderen neuen Fan dazu, aber ob sie sich nicht dafür ein paar Fans der 1. Stunde verprellen…man weiss es nicht.


TRACKLIST
01. Torch Song
02. Beautiful Thieves
03. End Transmission ***
04. Too Shy To Scream
05. Veronica Sawyer Smokes
06. Okay, I Feel Better Now ***
07. Medicate ***
08. I Am Trying Very Hard To Be Here
09. Sacrilege
10. Darling, I Want To Destroy You
11. Cold Hands
12. It Was Mine
[ *** Anspieltipps ]


11 Punkte (von max. 15)


_ Originalartikel erschienen auf www.bizarre-radio.de

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