Brand New – Daisy

Universal Music
Vö: 25.09.2009


Nicht nur der Titel des bereits 4. Studioalbums ist kurz und knackig, auch die Songs kommen kurz, knackig und vor allem dreckig daher. Dies scheint sich wie ein roter Faden durch das Album zu ziehen. War man von den Vorgängeralben „Deja Entendu“ (2003) und „The Devil And God Are Raging Inside Me“ (2006) ganze Geschichten innerhalb eines Titels gewohnt („Good to Know That if I Ever Need Attention All I Have to do is Die“ oder auch „Okay I Believe You, But My Tommy Gun Don’t“) gleichen diese auf „Daisy“ eher Schlagworten.


Aber im Endeffekt ist dies alles ja nun wirklich unwichtig für die eigentliche Musik.
BRAND NEW scheinen was auf dem Herzen zu haben und schreien und schrammeln es sich auf „Daisy“ von der Seele. Die wütenden Gefühle klatschen einem vor die Füße und der Hörer muss schauen wie er damit klar kommt. Schwer genug sollte man meinen – dazu kommt, dass das Album sehr ungeschliffen, kantig und roh daher kommt und eine gewisse Leichtigkeit vermissen lässt. Der Hörer muss schwer für seinen Genuß arbeiten, dem Album eine Chance geben, um somit einen Zugang zur verborgenen Verletzlichkeit zu finden.


Gleich zu Beginn verwirren BRAND NEW den Hörer mit schönem weiblichen Gesang begleitet von einem Piano (“One Life’s Highway“) bevor man nach 1:30 vom Stuhl kippt – das wütende Geschrei von „Vices“ startet durch.
Als Highlights des Albums kristallisieren sich das energiegeladene Stück „At The Bottom“ und das unglaublich schöne „You Stole“ heraus.
Dann finden sich wiederum Stücke auf dem Album wie „Be Gone“, welches mit 1:30 das kürzeste Stück des Albums ist. Mit abgehackten und verzerrten Sprechgesang und Gitarre im Country Style will dieses Stück nicht wirklich passen.


Fazit: BRAND NEW erfinden sich abermals neu und kreieren ein völlig anders Klangbild, welches sich dem Hörer erst nach einigen Durchläufen erschließt. Wer bereit ist sich darauf einzulassen wird mit einem wirklich gut gelungenem Stück Musik belohnt. Der Rest bleibt auf der Strecke und wird wohl nie verstehen was erstere Gruppe begeistert.


TRACKLIST
01 Vices
02 Bed
03 At The Bottom ***
04 Gasoline
05 You Stole ***
06 Be Gone
07 Sink
08 Bought A Bride
09 Daisy
10 In A Jar ***
11 Noro
[ *** Anspieltipps ]


11 Punkte (von max. 15)


_ Originalartikel erschienen auf www.bizarre-radio.de

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