„I got the mic and you got the moshpit“

Taking Back Sunday @ Sputnikhalle, Münster // 06.08.2009

Support: The Picturebooks


Nachdem TAKING BACK SUNDAY schon im April die Massen in größeren Hallen beim GIVE IT A NAME Festival begeistern konnten, lud die sympathische Truppe rund um Adam Lazzara nun zum gemütlichen Wohnzimmerkonzert in die Sputnikhalle in Münster ein. Dies war zugleich auch das einzige Clubkonzert, sonst kann man sich die Jungs dieses Wochenende nur auf 2 weiteren Festivals anschauen (Open Flair und Taubertal).
Das sich die Sputnikhalle tatsächlich ‚Halle‘ nennen darf ist aber wohl eher ein Scherz. Diese sogenannte ‚Halle‘ liegt quasi direkt im Untergeschoß des Sputnikcafés und ist dementsprechend auch nicht wirklich größer. Geschätzte 500 Leute finden dort platz also gerade mal etwas größer als das Kölner Underground und trotzdem nicht ausverkauft. Man könnte jetzt spekulieren – wenn die Herren in Köln gespielt hätten, hätten sie sicher wieder die Live Music Hall ausverkauf….nun gut, haben sie aber nicht, also zurück nach Münster. Die Location an sich ist recht gemütlich und man hat auch die Möglichkeit dem Wetter entsprechend draußen zu sitzen, bei den Temperaturen eine Wohltat.


Hohe Temperaturen hin oder her, wollte man etwas sehen musste man sich schon ins Innere der Halle begeben. Doch zur frühen Stunde folgten nur wenige dem Ruf der Musik, viele entspannten sich lieber noch draußen in der Sonne.
Etwas verspätet (man hoffte offenbar noch auf ein paar mehr Besucher) eröffneten THE PICTUREBOOKS aus Gütersloh den Abend im schicken Karohemden Partnerlook. Das Trio gab sich redlich Mühe und der Schweiß floss, allerdings zunächst nur bei der Band. THE PICTUREBOOKS spielten sich fast komplett durch ihr Debütalbum „List of people to kill“. Bis auf „Marionette“ und „Hustler“ war alles mit dabei. Ein guter Start in den Abend auch wenn es noch nicht richtig zünden wollte.


Nach einer kurzen Umbaupause war es dann Zeit für TAKING BACK SUNDAY und Adam Lazzara taumelte endlich im typischen Hahnengang auf und über die Bühne. Mit im Gepäck natürlich Matt Rubano, Eddie, Mark und Neuling Matt Fazzi an der Gitarre. Dieser spielt, laut Rubano, nun schon 2 ½ Wochen mit gebrochenen (!) Fuß. Respekt! Doch nach den Fünfen war noch nicht Schluss, ein mysteriöser 6. Mann mit Gitarre war ebenfalls mit von der Partie, wurde aber nicht vorgestellt. Die Theorie: Mr. X an der 3. Gitarre übernahm die Pedalparts von Fazzi… man weiss es aber nicht genau.
Mit 6 Mann wurde es doch schon recht eng auf der kleinen Bühne. Es blieb kaum Platz für Adams Mikrofon-Schwing-Künste. Generell war Band und Publikum zu Beginn noch recht zurückhaltend, der Gesang zu leise und dafür die Instrumente teilweise zu laut und übersteuert. Der Gesang fing sich, es blieb mächtig laut und spätestens beim 3. Song „Error Operator“ war von Zurückhaltung nichts mehr zu spüren. Die nicht ausverkaufte, aber mittlerweile trotzdem recht gut gefüllte Sputnikhalle feierte ausgelassen jeden Song, ob neu ob alt. Auch Sprüche wie „Ihr seid so still, das macht uns nervös…“ bewirkten ihr übriges.


TAKING BACK SUNDAY boten ein gut gemischtes Set, welches sowohl neue Fans beglückte als auch alteingessene Fanherzen höher schlagen lies. Natürlich wurden Songs vom aktuellen Album „New Again“ gespielt, unter anderem „Sink Into Me“, „Carpathia“ und „Everything Must Go“ , um nur ein paar zu nennen. Auch der Vorgänger „Louder Now“ war mit z. B. „Liar“, „Spin“ und „Make Damn Sure“ gut vertreten. Zu guter Letzt hagelte es auch einige Klassiker der alten TBS-Ära. Ganz groß hier „Timberwolves at New Jersey“, liefert es doch mit seinen Lyrics „I got the mic and you got the moshpit“ die richtige Grundlage für eine ordentliche Pit.
Trotz neuer Musik und (mittlerweile nicht mehr ganz so) neuer Besetzung, stellte man schnell fest, dass sie immer noch wie die guten alten TAKING BACK SUNDAY klingen. Adam trifft immer noch nicht alle Töne, aber da kann man bei einer guten Show die einfach Spaß macht auch schon mal drüber hinwegsehen. Außerdem ergänzten sich Adam und Fazzi sehr gut im Gesang, selbst Rubano griff zwischendurch mal zur Unterstützung zum Mikrofon.
Ohne offensichtliche Zugabe, die Herren blieben einfach auf der Bühne, war dann nach knapp 80 Minuten alles schon wieder vorbei und man schaute in glückliche und verschwitze Gesichter.
Zur Abkühlung und zum Ausklang konnte man anschließend im Freien noch auf ein Bier und einen kleinen Plausch mit den Jungs verweilen bevor die Heimreise angetreten wurde.


Setlist
01 What’s It Feel Like To Be A Ghost
02 Sink Into Me
03 Error Operator
04 Set Phasers To Stun
05 Carpathia
06 180 By Summer
07 Lonely Lonely
08 You’re So Last Summer
09 New Again
10 Liar
11 Cute Without The ‘E’
12 Spin
13 Everything Must Go
14 A Decade Under The Influence
15 Summer Man
16 Swing
17 Timberwolves At New Jeryes
18 Make Damn Sure

_ Alle Fotos zum Abend
_ Originalartikel erschienen auf www.bizarre-radio.de

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