Erschöpfung macht sich breit

Aiden @ Underground, Köln // 29.10.2008

Support: Sign


Aiden aus Seattle gaben sich mal wieder die Ehre und spielten im Kölner Underground.


Einlass sollte um 19:30 Uhr sein, aber wie uns durch Tourmanager Bob mitgeteilt wird, gibt es Probleme mit dem Tourbus. So trifft die Band erst kurz nach 20:00 Uhr ein, legt einen schnellen Soundcheck hin und dann betritt auch schon die Vorband Sign aus Island die Bühne. Nach einer guten halben Stunde und einer kurzen Umbaupause kommen endlich Aiden auf die Bühne. Sichtlich müde, erschöpft und mit Kippe im Mund werden wir vom Intro in den ersten Song ‚Teenage Queen‘ geführt. Leider ist von dem Gesang während der ersten 3 Lieder nicht viel zu hören. Dies ist sehr wahrscheinlich auf den zu kurzen Soundcheck zurückzuführen. Die Erschöpfung, die sich unter der Band, und gerade bei Frontmann WiL Francis breitmacht, kündigte sich schon im April, bei ihrem letzen Konzert hier im Underground an. War dieses Konzert noch gut besucht, finden sich heute höchstens 100 Leute inkl. Band ein.


Aber so negativ wie man die allgemeine Erschöpfung und den schlechten Sound erwähnen sollte, so positiv sollte man erwähnen dass die wenigen anwesenden Fans trotz alledem auf ihre kosten kommen. WiL, der seit dem Ausscheiden von Gitarrist Jack Wambold nun auch für den größten Teil der Lieder die 2.Gitarre spielt, ist kontaktfreudig wie immer. Er lässt mitsingen, zerwuschelt Haare, schüttelt Hände und wenn er gerade nicht Gitarre spielt, muss man dank gewagter Mikro-schwing-Aktionen um die Band, die Mädels in der ersten Reihe und nicht zuletzt um WiL selbst bangen. Trotz akuter Knockout-Gefahr ist dies aber sehr nett anzusehen.


Aiden bieten einen guten Mix aus allen 3 Alben plus ein paar Coversongs wie z. B. ‚Die Die My Darling‘ von den Misfits. Die obligatorische Wall of Death zu ‚I set my friends on fire‘ darf natürlich auch nicht fehlen und zu guter Letzt versucht WiL sogar jemanden zum Gitarre spielen auf die Bühne zu holen, nur leider findet sich keiner. So hilft Gitarrist A.D. der Vorband aus.


Zusätzlich gibt es am Ende noch eine 2. Zugabe. Da die eine Hälfte der Band schon unter der Dusche verschwunden ist, wird die Zeit bis zur Rückkehr mit einer netten Gesangseinlage über den „einzigen“ Mexikaner momentan in Deutschland, Gitarrist Angel, überbrückt: „He didn’t shower for a week so his balls smell like shiiiiit…“ In der Zwischenzeit werden Drummer Jack und Bassist Nick wieder zurück auf die Bühne geholt und das Konzert geht in die letzte Runde.


Es ist schön zu sehen, dass die Band trotz Tourmarathon den Kontakt zu den Fans nicht verloren hat. Sänger WiL kündigt an, dass diese Tour nun aber vorerst die Letzte sein wird. Die Band begibt sich für neue Aufnahmen ins Studio. 20 Demo-Songs sind schon fertig und da die Band sehr wohl mitbekommen hat, dass der neue Sound nicht ganz so gut angekommen ist und sie selbst auch nicht mehr all zu glücklich damit scheinen, geht es wieder in härtere Gefilde.


Die Pause haben sie sich verdient und man darf gespannt sein auf das neue Album.


Setlist
01 Intro
02 Teenage Queen
03 Last Sunrise
04 Die Romantic
05 Bliss
06 Kid Becomes The Dream
07 Die Die My Darling
08 See You In Hell
09 Hurt Me
10 One Love
11 I Set My Friends On Fire
12 Moment
13 Linoleum
14 We Sleep Forever
15 Happy Mexican Song
16 Flat Earth Society
17 World By Storm


_ Originalartikel erschienen auf www.bizarre-radio.de

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